CD-Rezension / Review / Kritik

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komora a chrystal dwarf

Komora A
„Crystal Dwarf“
(Monotype/a-Musik)
Das Label Monotype hat sich mit wenigen, aber dafür ausgesuchten Veröffentlichungen sehr schnell als eine der geschmackssichersten Adressen für experimentelle Musik zwischen Klangkunst und Post-Industrial etabliert. Mit „Crystal Dwarf“ vom Trio Komora A führen Band und Label vor, dass düsterer Ambient nicht auf ewig den selbstauferlegten Regeln und vor allem Beschränkungen des Genres folgen muss. Komora A verzichten zum Großteil auf  gängige Zutaten wie basslastiges Grollen und setzen stattdessen ihre konzentrierte Experimentierfreude an ungewöhnlichen Klängen und deren Editing ein. Hieraus entstehen Klangräume, die weitgehend auf Licht verzichten und in denen mittels Einsatz extremer Frequenzen für Unwohlsein gesorgt wird. Es bedarf also nicht immer der Exkursion in dunkle Höhlen oder verlassene Ruinen, um gleichermaßen meditative wie wohlige Schauer zu erzeugen.
Sascha Bertoncin

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2016.

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2016 Sonic Seducer Magazin

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