CD-Rezension / Review / Kritik

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krakow amaran


Krakow
„Amaran“
(Dark Essence/Soulfood)
Ach, alles irgendwie erdrückend schwer hier auf „Amaran“, dem Nachfolger zum 2012er „Diin“. Langweilend schwerfällig getaktet, schleppen sich die sieben Verzagtheit-Songs mit Müh und Not überhaupt in kritisch erfassbare Regionen vor. Dort angekommen, suchen sie auch noch verzweifelt nach geeigneter stilistischer Heimstatt. Leicht und unbeschwert werden sie es sicher nirgends haben, diese unförmig-sperrigen Kreationen. Quälend schwermütig gestimmt, zerrt einen das auch atmosphärisch verdrießliche Post Metal-Material des Quartetts unweigerlich mit sich runter. Drastisch beschwerlich anzuhören ist es für mich aber leider auch, das dritte Album der Bergener Schwerenöter und Stoner Rock-Liebhaber. Vor allem, wenn der noch immer stark experimentell veranlagte Vierer sich in eher belanglos wummernden Drone-Sphären verzettelt, macht sich nicht zu unterschlagende Unbill breit. Fast möchte ich mich schon über die überwiegend monoton und gleichförmig vor sich hin kriechenden, nebulösen Strukturen der Stücke von „Amaran“ beschweren, was wohl insbesondere der dritte Track, die schonungslose Nervensäge „Genesis“, verstehen lässt.
Markus Eck

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2015.

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