CD-Rezension / Review / Kritik

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krohn jestram lippok dear mister singing club

Krohn/Jestram/Lippok
„Dear Mister Singing Club“
(Distillery)
Bernd Jestram und Ronald Lippok haben sich als Tarwater längst ihre gebührende Reputation erspielt. Ende 2008 luden sie den Musiker und Schriftsteller Alexander Krohn zu sich ins Studio ein. Allerdings funktionierte das Zusammenspiel nicht wie geplant: mal erschien der eine nicht zum Termin, mal wollte der andere nicht den Platz am angestammten Instrument einnehmen. Stattdessen wurde viel geraucht und Alkohol getrunken. Trotzdem entstand im Laufe der Zeit ein ganzes Album, für das Rollen getauscht und Texte der Prenzlauer Berg-Szene vertont wurden. Der urbane Folk und Blues, der sich dabei herausschält, hat nur noch wenig mit den elektronischen Momenten von Tarwater gemein, bietet den Beteiligten aber eine gänzlich andere Sicht- und Herangehensweise an tendenziös melancholische Musik. Gut, zu sehen, welches Potential hier abseits der etablierten Konstellationen vorhanden ist. Tipp!
Sascha Bertoncin

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 11/2013.

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