CD-Rezension / Review / Kritik

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lacrimosa live in mexico city

Lacrimosa
„Live In Mexico City“
(Hall Of Sermon/Sony)
Die Lieblingsband unmittelbar vor sich sehen, vom Licht der Scheinwerfer in den Bann gezogen werden und den machtvollen Bass in der Magengrube spüren, ein Konzert am eigenen Leib zu erleben, ist beeindruckend. Kommt dann noch die Euphorie des Publikums hinzu, bleibt das Ereignis fest ins Gedächtnis eingebrannt. Um eben jenen Zauber einzufangen, wählten Lacrimosa für ihre jüngste Live-Do-CD einen Gig in Mexico City. Geradezu perfekt gelang Tilo Wolff und seinem Team, den Moment auf Tonträger zu bannen. Von der ersten Sekunde an wirkt die akustische Szenerie, als stünde man selbst inmitten des frenetischen Publikums. Geprägt wird die Setlist des Auftritts durch die Titel des letzten regulären Werks „Revolution“, aber selbstverständlich fehlen auch Klassiker wie „Copycat“ nicht. Bewusst wurde in der Nachbearbeitung darauf verzichtet, in großem Stil Hand anzulegen, was die Authentizität beträchtlich erhöht. Der einzige Wermutstropfen dieser Herangehensweise ist, dass gerade beim Gesang einige Feinheiten in der enormen Geräuschkulisse der Fans untergehen. Aber ganz genauso ist es ja auch, wenn man selbst live dabei ist. Als willkommener Bonus liegt der ersten Auflage des Albums eine DVD mit einer kleinen Auswahl an Songs des Konzerts und mit einem Trailer zur Ankunft der Band in Mexiko bei.
Peter Heymann

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 09/2014.

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