CD-Rezension / Review / Kritik

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heidra awaiting dawn

Heidra
„Awaiting Dawn“
(Mighty Music/Soulfood)
Mit ihrer vollauf hörenswerten Mixtur aus ästhetischem Dunkelstahl, verschönernden Power Metal-Ingredienzien und überraschend seriös dargebotener Folklore zeigen sich diese Dänen weit entfernt von vielen Belanglosigkeiten des Genres. Seit der Gründung 2006 wurde emsig und beflissen an Stilverfeinerung und Spielkultur gefeilt, was das Debütalbum „Awaiting Dawn“ für meinen Geschmack zu einer runden Sache machen kann. Nach zwei Demos und einer EP offenbaren die Kopenhagener neun stimmungsvolle Folk Viking Metal-Kompositionen, wobei selbst die Introduktion „Prelude“ mittels unüberhörbarer Tiefsinnigkeit überzeugen kann. Melodische Noblessen und angemessen verstärkende Epik muss niemand missen, was auch die nachfolgenden Nummern absolut problemlos ins Gehör flutschen lässt. Wofür andere einzig unsägliche Keyboard-Plattitüden repetieren, zaubern Heidra viel lieber und viel besser mit Leadgitarre und Tastenklang im gleichwertig schlüssigen Kombinat! Ebenso facettenreich agiert Vokalist Morten Bryld, der seine Inbrunst an jeder Stelle erfreulich zweckdienlich umzusetzen weiß. Selbst in den verspielteren Passagen, teils mit berührendem Klargesang, bietet Bryld keinen Anlass zum Mäkeln. Eine qualitativ herausragend hochwertige und durchgehend sehr originell inszenierte Scheibe, die auf allen Ebenen viel echtes Gefühl zu bieten hat.
Markus Eck


Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 07-08/2014.

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