CD-Rezension / Review / Kritik

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incura incura-2014

Incura
„Incura“
(Inside Out/Universal)
Nach vier EPs und einem frischen Vertrag mit dem deutschen Prog-Label Inside Out war es langsam mal Zeit für Incuras ersten Longplayer „Incura”. Was die Truppe aus Kanada darauf abzieht, ist nicht weniger als eine große, bombastische Party inklusive ausufernder Exzesse. Letztere finden sich doppelt stark in der dichten und wilden metallischen Instrumentierung und der beachtlichen Gesangsakrobatik von Kyle Gruninger wieder. Dabei switcht der gute Mann mit purer Leichtigkeit von marktschreierischer und theatertauglicher Attitüde („Who You Are”) zum gefühlvollen Ständchen („I’d Give Anything”) und wieder zurück. Zwischendurch werden dann noch mit ein paar Shouts und Screams die energetischen Soundwellen auf die Spitze getrieben, dass es schon fast zu anstrengend wird. Fast. Denn letztlich ist „Incura” ist ein bisschen wie ein Film mit unzähligen Special Effects: Irgendwie ist das alles zu viel für die Sinne, aber es fühlt sich verdammt gut an.
Hannah M. Seichter

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 03/2014.


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