CD-Rezension / Review / Kritik

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illuminate ohne worte 2


llluminate
„Ohne Worte 2”
(Gallery Records/Indigo)
Herzschmerz, Pathos, Bombast oder traumwandlerisch schöner, ergreifend emotionaler Düster-Pop? Seit 24 Jahren polarisiert die Karlsruher Band Illuminate um Johannes Berthold die Szene. Das wird sich auch mit ihrem neuen Album nicht ändern, auch wenn es im Gesamtwerk der Band eine Sonderstellung einnimmt. „Ohne Worte 2“ ist das zweite Instrumentalalbum von Illuminate und mit drei Abschnitten mit jeweils drei Stücken als Soundtrack zur Inszenierung einer intimen Session konzipiert. Der Spannungsbogen ist gut gelungen: Einer atmosphärisch dichten Einführung („Ich träumte mir Flügel“) folgen ein aufwühlender Höhepunkt („Der Sturm fährt durchs Tal“) und ein ruhiger Ausklang („Ohne Worte“). Vier neu bearbeitete Instrumentalstücke aus älteren Alben werden ergänzt durch fünf neue Kompositionen, die alle durch die Wechselwirkung von eingängigen Melodien, ausgefeilter Orchestrierung, romantischen Klavierpassagen und kraftvollen Gitarren zu etwas Besonderem werden. Fast so, als würden Oomph! im Tonstudio auf Richard Clayderman treffen. Anspieltipps: „Stiller Schrei“ (alt) und „Ich träumte mir Flügel“ (neu). Düsterpop, der auch ein Mainstreampublikum anspricht.
Karin Hoog

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 07/2016.


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