CD-Rezension / Review / Kritik

Drucken
hotei strangers

Hotei
„Strangers” (Special Edition)
(Universal Music)
Der vollständige Name dieses japanischen Musikers und Schauspielers lautet Tomoyasu Hotei. In Japan ist er seit etlichen Jahren ein Star; im Rest der Welt ist er vor allem dafür bekannt, zu Quentin Tarantinos Film „Kill Bill“ den Song „Battle Without Honor Or Humanity“ beigesteuert zu haben. In der Liga namhafter Rock-Stars stellt Hotei indes seit Jahren einen willkommenen Mitstreiter dar. So ist es kein Wunder, dass er als Gastmusiker für dieses Werk, dessen kürzere Originalversion im letzten Oktober erschienen ist, illustre Gastmusiker gefunden hat, wie zum Beispiel Iggy Pop, Richard Z. Kruspe oder Matt Tuck von der britischen Metalcore-Band Bullet For My Valentine. Im Zusammenspiel mit diesen und anderen famos agierenden Sängern erstellte Hotei ein zwingendes, überaus starkes Album, welches seine hochgradige Individualität aus einer einzigartig wirkenden Fusion schöpft: von Gitarren dominierte Instrumentals treffen auf hitgleiche Songs, die mit musikalischen Komponenten aus den Genres Glam Rock, Rhythm & Blues, 90er Industrial, 70er Progressive, Bluesrock und Anleihen aus der Filmmusik arbeiten. Doch Hoteis Hauptwaffe ist und bleibt sein versiertes Gitarrenspiel, welches mit Eric Claptons Kunst zumindest eins gemein hat: die bewusste und geniale Reduzierung, die hohe Kunst, Unnötiges wegzulassen. Woraus geniale Riffs und Single-Note-Läufe erstehen, die sich auf wundersame Weise ins Ohr schleichen und dort hängen bleiben. Kym Gnuch

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 07/2016.

Powered by Spearhead Software Labs Joomla Facebook Like Button
Friday the 20th.
2016 Sonic Seducer Magazin

©