CD-Rezension / Review / Kritik

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Hydras Dream
„The Little Match Girl“
(Denovali/Cargo)
Anna von Hausswolff ist mit ihrem Sakropop nach einigen Anlaufschwierigkeiten selbst hierzulande im Feuilleton angekommen. Matti Bye hat jüngst den schwedischen Filmpreis Guldbagge für seinen Soundtrack zu „Faro“ erhalten – übrigens nicht der erste Filmpreis in seiner Karriere. Gemeinsam sind von Hausswolff und Bye Hydras Dream. Das dahinter stehende Konzept ist schnell umrissen: Die Übersetzung von Geschichten, Märchen und Filmen in musikalische Landschaften. Für das Debüt diente das Märchen „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ als Ausgangspunkt. Auch wenn das Duo vornehmlich auf Improvisationsbasis arbeitet, wirkt „The Little Match Girl“ sehr durchstrukturiert. Mit einem Mix aus (synthetischem) klassischem Instrumentarium und als solche erkennbarer Elektronik sowie der entrückten Stimme von von Hausswolff siedeln sich Hydras Dream zwischen Neo-Kammermusik und Dreampop an. In Kombination mit seinem repetitiven Charakter lässt mich „The Little Match Girl“ an vielen Punkten an eine vom Dub befreite Version des Tied & Tickled Überalbums „Aelita“ denken. Nicht die schlechteste Referenz für den Einstieg in ein neues Projekt, oder?
Sascha Bertoncin

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2014.


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