CD-Rezension / Review / Kritik

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irdorath dreamcatcher


Irdorath
„Dreamcatcher”
(Banshee/Alive)
Irdorath, benannt nach Gründer und Mastermind Vladimir Irdorath, sind anders, sehr speziell und irgendwie besonders. Vielleicht liegt es daran, dass sich ihre individuelle Spielweise gepaart mit der außergewöhnlichen Vielfalt an musikalischen Stilen in einem immens dynamischen und spannenden Soundkosmos zu bewegen scheint. Nahezu wie ein tosendes Klanggewitter, mit unbändiger Wucht und kraftvollen Elementen, prasseln hier musikalische Urgewalten auf einen an. Unumstritten: Man hört der Band aus Weißrussland in jeder Note die absolute Leidenschaft für das virtuose Schaffen an - und genau jene Hingabe macht das Zweitwerk „Dreamcatcher“ zu einem fesselnden Hörerlebnis, wenn Fantasy-Folk und Pagan-Power sich ein explosiv-kontrastreiches Wechselspiel liefern. Die sechsköpfige Truppe arbeitet überwiegend mit Eigenkompositionen, lässt sich durch Einflüsse aus verschiedenen Regionen von der Mongolei über den Balkan bis hin nach Europa inspirieren. Jahrhunderte alte Fabeln und Überlieferungen, Legenden und Mythen; sie alle finden ihren Platz auf der jüngsten Scheibe Irdoraths. Folk-Instrumente, Drehleier, Didgeridoo und Maultrommel treffen auf Cello, Klavier und Geige. Komplettiert wird das druckvolle Treiben durch progressive Parts, der facettenreichen Stimme von Leadsängerin Nadezhda sowie den tuwinischen Kehlkopfgesang - einer hoch komplizierten Gesangskunst aus der Mongolei - den Chefdenker Vladimir perfekt beherrscht. Schon die erste Singleauskopplung „As Bas“ zeigt das umfassende Repertoire der Pagan Folk-Combo und nimmt die Hörer mit auf eine wilde, zügellose Reise in ferne, längst vergessene Sagenwelten. Mitreißend!
Jasmin Froghy

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2016.


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