CD-Rezension / Review / Kritik

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grausame toechter glaube liebe hoffnung

Grausame Töchter
„Glaube Liebe Hoffnung”
(Scanner/Broken Silence)
Wer die Grausamen Töchter kennt, weiß natürlich oder vermutet wenigstens, dass keines der drei Titelschlagworte auf dem Album wirklich eingelöst wird. Zumindest nicht in deren landläufiger Bedeutung. Denn auch auf dem dritten Werk der charismatischen HamburgerInnen um Aranea Peel ist Überzeichnung das Mittel der Wahl. Im Fokus diesmal: Religion und ihre Scheinheiligkeit! Musikalisch nähern sich Peel und Co. dem gesetzten Thema einmal mehr äußerst vielseitig, changieren zwischen rasantem Electro-Clash, Punk und Chanson. Mitunter möchte man einen Vergleich mit der inhaltlich allerdings deutlich harmloseren Band Grossstadtgeflüster bemühen. Als unverwechselbarer Fixpunkt im Dickicht der Emotionen fungiert hier wie da die Stimme der Frontfrau, die bei Grausame Töchter jedoch merklich variabler daherkommt und zudem in nahezu jedes musikalische Setting zu passen scheint – wie die Bonus-CD der limitierten Auflage bestätigt, auf der man die bekanntesten Songs der Band in teilweise sehr ungewöhnlichen Fassungen zu hören bekommt.
Marc Urban

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 10/2014.


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