CD-Rezension / Review / Kritik

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grand magus triumph and power

Grand Magus
„Triumph And Power“
(Nuclear Blast/Warner)
Mit jedem Album gelingt ihnen Stimmigeres. So kann mich auch „Triumph And Power“, das siebte Album der Schweden, noch mehr überzeugen als der erfolgsverwöhnte 2012er Vorgänger „The Hunt“. Der Albumtitel zeugt von massivem Selbstwertgefühl der skandinavischen Verursacher, und etwaige falsche Hoffnungen werden damit definitiv auch nicht geweckt. Die erbaulich aufrichtige Attitüde des Trios um Gitarrist und Leadsinger JB Christoffersson tut ihr Übriges, um die Musik der Stockholmer zu einem kultivierten Genuss zu machen. Treu hält der Dreier an seinem bewegend maskulinen Stil fest, der sich einmal mehr als kraftvoll beseelter Metal mit doomigen Tendenzen ins Bewusstsein pflügt. Die urtypischen Strukturen und Aufbauten von martialisch stampfenden Manowar-Kriegerhymnen blitzen zwischen den Songzeilen immer wieder hervor. Oftmals geht es leitend episch zu. Wer auf derlei steht, wird wahre Wonnen erleben. Ein Song scheint auf der Scheibe hymnischer zu sein als der andere. Christoffersson vokalisiert mit einer attraktiv ummantelnden Stimmvielfalt, die trotz Variantenreichtum jederzeit klassisch natürlich belassen wird. „Triumph And Power“ ist durchgehend Bang-kompatibel und kann bei entsprechend hoher Lautstärke bestimmt Metal-Testosteronschübe ermöglichen.
Markus Eck

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2014.

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