CD-Rezension / Review / Kritik

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defrag drown

Defrag
„Drown“
(Hymen/Ant-Zen)
Hinsetzen, anschnallen und gut festhalten. „Drown“ packt den Hörer vom ersten Augenblick an auf eine Achterbahn, bei der sich das Verhältnis von Steigung zu Abfahrt eindeutig gegen den Mageninhalt ausspricht. Geschmiedet sind die Schienen der Bahn aus IDM, Dubstep, Drum’n’Bass und Glitch. Damit es selbst den abgebrühtesten Rollercoasterfreunden nicht zu langweilig wird, kreuzen immer wieder cineastische Querschläger die Bahn und hinterlassen Spuren in Form von Piano- und Streichersounds. Zur rechten Zeit, vor der Überspannung des Bogens, wird dann das Tempo stark reduziert und es tauchen überraschende Elemente wie Oldschool EBM-Sequenzen und abstrakte Electronica-Flächen auf. Jeff Dodson weiß sehr genau, an welcher Stelle die Spannungskurve zu kippen droht. Bis dahin gibt es ausreichend Gelegenheit, sich den einen oder anderen Rückenwirbel zu verdrehen. Tipp!
Sascha Bertoncin

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2014.

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