CD-Rezension / Review / Kritik

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dark funeral where shadows forever reign

Dark Funeral
„Where Shadows Forever Reign“
(Century Media/Sony)
Diese legendären schwedischen Speiteufel gehen auf ihrem aktuellen Langeisen dermaßen breit und fett in die Vollen, dass man als Genrejünger doch glatt durchdrehen könnte. Seit dem 2009er Album „Angelus Exuro Pro Eternus“ ließen die verdienten Black Metal-Kaiser um Gitarrist und Anpeitscher Lord Ahriman die Fans auf ein neues Album warten. Als wären überhaupt keine Jahre dazwischen, zeigt „Where Shadows Forever Reign“ die majestätisch böse aufspielende Horde erneut vollauf kompromisslos und noch immer höllisch intensiv. Kaum zu glauben, dass die Schergen seit 1993 aktiv dabei sind, denn das aktuelle Material klingt superfrisch, völlig unverbraucht und erneut hungrig wie ein ausgezehrter Wolfsrüde. „Where Shadows Forever Reign“ enthält neun unmenschlich energische Dunkelnummern, allesamt frostig bis ins Mark und oftmals erhebend episch arrangiert. Die vielfach variablen Schreikünste des immens talentierten neuen Shouters Heljarmadr passen einfach exquisit zum überragend imposanten Schwarzmetall. Restlose Hingabe heißt hierauf eindeutig das Motto. Die Urheber fühlen sich in hohen Tempi auch gegenwärtig am wohlsten. Adäquat kontrastiert werden die furiosen Speed-Strukturen vereinzelt durch atmosphärisch-besinnliche Passagen. Damit können Dark Funeral nahtlos an alles das anknüpfen, was den formidablen Vorgänger auszeichnet.
Markus Eck

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 06/2016.


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