CD-Rezension / Review / Kritik

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feline  strange truths


Feline & Strange
„Truths“
(Rent A Record Company/H’Art)
Ein Musketier, der für Gerechtigkeit, Freiheit und Wahrheit kämpft. Wirft man einen Blick auf das Cover des zweiten Albums der Berliner Cabarét-Band Feline & Strange, drängt sich diese Assoziation förmlich auf. Gehüllt in ein edles Silberetui und begleitet von einem Comic wurde „Truths“ wie der Vorgänger von Jason Rubal (u.a. Amanda Palmer) produziert und zeigt Feline und ihre Mitstreiter ganz in ihrem Element. Ausgefallen, ideenreich, pompös und dramatisch, die charismatische Frau am Mikro singt nicht, sie durchlebt die Stücke. Rhythmisch extrem abwechslungsreich sind es vor allem Titel wie das mitreißende „The City“, die diese Scheibe zu einem echten Erlebnis werden lassen. Vom leicht schrulligen Kinderlied bis zur herzzerreißenden Liebesballade - diese Steampunk-Helden aus der Hauptstadt kennen keine Grenzen. Vorhang auf, Lautsprecher an und los geht die wilde Fahrt durch Zeitalter, Gesellschaftsschichten und einen bunten Musikalienhandel. Interessant wäre es, zu sehen, ob etwas weniger Theatralik, dafür jedoch mehr Pop-Appeal den Liedern nicht auch gut zu Gesicht stehen würde.

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2016.


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