CD-Rezension / Review / Kritik

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the firm incorporated veritas

The Firm Incorporated
„Veritas“
(Infacted/Soulfood)
„Schluss mit lustig“ ist nicht nur ein Song auf dem ersten Album „Veritas“ von The Firm, sondern könnte auch das Motto der Jungs sein. Man nehme eine große Prise Funker Vogt und gebe etwas E-Craft hinzu, rühre das Ganze um und hat dann etwas, das Fans von Jens Kästels Stimme und den Beats von Guido Henning und Jan Abraham (alias E-Craft) gleichermaßen gefallen wird. Natürlich dominiert auf „Veritas“ die Stimme des Ex-Funker-Vogt Frontmanns, der hier Lieder über Freundschaft und Zusammenhalt zu EBM-Klängen zum Besten gibt. Tanzbar ist das Album auf jeden Fall, auch wenn es sich im Vergleich zu E-Craft oder Funker Vogt etwas seichter ausnimmt. Eine wirkliche Überraschung sind die durchgehend deutschen Texte des Eisenhüttenstadt-Chemnitzer Trios, aus denen Enttäuschung und Aggression direkt und schonungslos sprechen. Bedenkt man das Ende von Funker Vogt und den Streit Kästels mit seinem Ex-Bandkollegen, sind diese nachvollziehbar und es scheint, als hätten diese Erlebnisse die Band textlich inspiriert. Dass es auch bei harten Jungs nicht immer hart zur Sache gehen muss, beweisen die Instrumentalstücke „Am Anfang“ und „Reflektion“, die ruhig und nachdenklich klingen.
Josie Leopold

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2016.

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