CD-Rezension / Review / Kritik

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freakangel the ones to fall

Freakangel
„The Ones To Fall”
(Alfa Matrix/Soulfood)
Freakangel haben einen messerscharfen Zahn zugelegt, was sich anhand der vor einiger Zeit erschienenen EP „The Book Of Violence“ erahnen ließ. Schneller, härter, dreckiger. So klingen Freakangel im Jahre 2013. Mit „The Ones To Fall“ laden sie zu einer brachialen Tour de Force durch apokalyptische Soundlandschaften und düstere Täler ein, schnurstracks auf den Schlund der Hölle zu. Das alles mündet in einen Wutausbruch, der sich gewaschen hat, wie man in „Release Your Anger“ zu hören bekommt. Doch dieser hat selbstverständlich eine Vorgeschichte, denn so einige Dinge können einen – in diesem Fall Sänger D. Darling – zur Weißglut bringen. Wie wäre es zum Beispiel mit der Erkenntnis, dass das Ende nicht mehr aufzuhalten ist, egal wie sehr man sich auch dagegen wehren mag („Falling Towards The End“)? Oder aber das gekränkte Ego eines Mannes, woran natürlich die Frau die alleinige Schuld trägt („Queen Of Hearts“)? Nicht zu vergessen: eine große Portion Selbsthass, die zu dem ständigen harten Kampf gegen sich selbst verführt („With Me Against Me“). Und am Ende dieser Talfahrt steht die bittere Einsicht, dass Aggressionen nur eine unnötige Verschwendung der eigenen Energie bedeuten. Wir alle fallen, wir alle stehen wieder auf, berappeln uns und fangen ganz von vorne an.
Maria Madaffari

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 11/2013.

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