CD-Rezension / Review / Kritik

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eden weint im grab geysterstunde II

Eden weint im Grab
„Geysterstunde II“
(Einheit Produktionen/Soulfood)
Kammermusik mit metallischen Wurzeln oder Metal mit Streichern? Wendet man sich dem jüngsten EwiG Album „Geysterstunde II“ zu, fällt die Einordnung nicht leicht. Standen beim Vorgänger noch klar die härteren Gefilde im Vordergrund, so ist durch die Hinzunahme von Meyster Melicus und Kalila Karussell an Geige und Cello eine klare Verschiebung im Gesamtbild festzustellen. Immer wieder übernehmen die weichen Saitenklänge wichtige Parts der Kompositionen. Doch damit nicht genug, auch im Gesang von Frontmann Alexander Paul Blake zeigen sich positive Veränderungen, die dazu beitragen, dass die neuen Titel viel an Eingängigkeit gewonnen haben. Insbesondere „Jenseitsflugmaschine“ bleibt ausgezeichnet im Gedächtnis hängen und man ertappt sich schnell dabei, die einprägsamen Liedzeilen mitzusingen. Ein Lob auch für die rhythmische Gestaltung, denn neben dem treibenden Schlagzeug, das zu einigem Headbangen führen dürfte, finden sich genügend ruhige Passagen und sogar verträumte Walzermelodien. Selten waren Geistergeschichten so spannend.
Peter Heymann

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 09/2014.

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