CD-Rezension / Review / Kritik

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dz deathrays black rat

DZ Deathrays
„Black Rat“
(Infectious/[PIAS] Cooperative/Rough Trade)
Ist das noch Punkrock? Oder soll es etwa Hardcore sein? Jedenfalls stehen die DZ Deathrays für einen rauen, bewusst ungeschliffenen Sound, der auch Metal streift und von den frühen Beastie Boys gesungen sein könnte. Dabei ist das Duo Shane Parsons und Simon Ridley vor allem an einem interessiert: Eine schmutzige Party zu rocken. Das gelingt ihnen mit diesem zweiten Album, denn die Gitarrenriffs folgen einem guten Rhythmus, zu dem man tanzen, aber auch headbangen kann. Vielleicht erinnern sie an mancher Stelle, etwa beim doch zwischenzeitlich recht melodischen „Gina Works At Hearts“, ein bisschen an die Ramones, allerdings eher an die impulsiven Performances der Kalifornier. Doch zwischendurch haben die beiden aus Brisbane, Australien, auch einfach das Bedürfnis, ihre Aggressionen wild herauszuschreien wie in „Less Out Of Sync“. Man merkt dem Ganzen an, dass die Songs bewusst unfertig und schnell zusammengezimmert wirken dürfen. Doch genau diesen Effekt zu erreichen, ohne stümperhaft zu klingen, ist manchmal ein hartes Stück Arbeit.
Georg Howahl

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 09/2014.

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