CD-Rezension / Review / Kritik

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edenbridge sunrise in eden

Edenbridge

„Sunrise In Eden“ / „Aphelion“ / „Arcana“ / „Shine“ / „The Grand Design“ (Re-Releases)
(Steamhammer/SPV)
Als das Debüt „Sunrise In Eden“ zur Jahrtausendwende auf einem mittelgroßen schwäbischen Label erschien, hatten zahllose anspruchsvolle Schöngeister schlagartig einen neuen Bandliebling gefunden. Bis heute erschienen acht schwärmerisch machende Alben, auf denen Gitarrist, Keyboarder und Composer Lanvall und Co. ihr anfänglich hohes Qualitätslevel nicht nur mühelos halten, sondern sogar vielfach steigern konnten. Im Laufe der Jahre erschufen die österreichischen Bombast-Lieferanten nicht wenige Klassesongs an musikalisch niveauvollem und nobel konzipiertem Symphonic Melodic Metal. Die feine symphonische Komponente wurde mit der Zeit immer höher geschraubt, sodass manche der sehr aufwändig produzierten Tracks Soundtrackcharakter aufweisen. Immer wieder höchst verspielte Saitenkunststücke und harmonisch perlende Keyboardkreationen sorgen neben außergewöhnlich femininer und anmutiger Vokalisierung stellenweise für Bilderbuchatmosphären. Die überaus ansehnliche Frontfrau Sabine Edelsbacher fügt sich bis heute bestens ins Geschehen ein. Sie schöpft ihre klassische Gesangsausbildung voll aus und offeriert so manche wunderschöne Darbietung, hin und wieder von faszinierend facettenreicher Erscheinung. Nicht selten restlos begeisternde Lieder zeugen vom traumwandlerischen Gespür der beständigen Könner für hochqualitative und zeitlose Kompositionen. Da die ersten fünf Alben im Original recht rar geworden sind, erscheinen nun Wiederveröffentlichungen, allesamt im Deluxe Digipak-Format mit allen regulären Originalstücken, Bonus-CD und grafisch neu gestalteten Booklets. Die Bonus-Silberlinge wurden allesamt prall bepackt. Sie enthalten Livetracks, Demo-Ausführungen, teils im Alternative Mix, sowie diverse Karaoke-Versionen. Reizvoll an der Zusatzscheibe des 2001er Werkes „Arcana“ beispielsweise dürften für Fans neben vier Live- und drei Karaoke-Versionen vor allem die zwei originalen Bonustracks der Europa- und Fernost-Releases sein: „The Whisper Of The Ages“ und „Velvet Eyes Of Dawn“. Die Zusatzscheiben von „Aphelion“, „Arcana“ und „Shine“ verwöhnen mit seltenen Bonustracks, die sonst ausschließlich auf den japanischen Versionen zu hören sind. CD 2 von „The Grand Design“ offenbart den Titelsong als Edit und „For Your Eyes Only“ in der Acoustic-Version. Mögen die zeitlose Klasse und die wohltuende Ästhetik von Edenbridge also nun in noch mehr dafür offene Ohren dringen.
Markus Eck


Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2014.

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