CD-Rezension / Review / Kritik

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dr. kranck aus der dunkelheit kommt das licht

Dr. Kranck

„Aus der Dunkelheit kommt das Licht”
(Körperschall Records)
Nach dem unglaublich anstrengenden Album „Haus 13“ von 2011 meldet sich der wohl bekannteste Act des Körperschall-Labels mit besserer Produktion und fetten Techno/Trance-Beats zurück. Wieder dreht sich alles um den Wahnsinn, der hinter den Mauern psychiatrischer Kliniken lauert. Immer auf Seiten der geschundenen Patientenseele, immer kritisch hinterfragend, was Gesellschaft und Medizin dort an Verbrechen zu verantworten zu haben. Die deutschen Texte vermitteln durchaus inhaltliche Ernsthaftigkeit; die Dancebeats und ein Cyberrave-Outfit im Artwork, wo mit Knarre und gefärbten Kontaktlinsen posiert wird, nehmen Dr. Kranck allerdings viel von der Ernsthaftigkeit ihres Anliegens. Auch die Metal-Gitarre, die zur Mitte des Albums plötzlich auftaucht, überzeugt leider nicht wirklich. Und bisweilen ist der atonale Schreigesang des Machers kaum zu ertragen („Visionen der Angst“). Da liegt der musikalische Schwachpunkt des Projekts, hier besteht Bedarf, um in Zukunft mehr aus dem vorhandenen Potential zu machen.
Uwe Marx

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2014.

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