CD-Rezension / Review / Kritik

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Chiffre Epos EP CD Cover

Chiffre „Epos“ (EP)

(facebook.com/chiffreband)
Osnabrück – diese Stadt mausert sich langsam zu einer Schmiede hochwertiger Musik jedweder Couleur. Bestes Beispiel: dieses Debütalbum (okay, eine EP mit drei Tracks, die es aber in sich haben) der jungen Band Chiffre, deren Stil grob als progressiver Grindcore bezeichnet werden kann. Was Edgar, Tim, Fabian, Joschua und Moritz hier als Erstling abliefern, zeugt von einer erheblichen Professionalität und einem durchgängig großen Talent. Der Gesang mäandert zwischen gefühlvoll und furchterregendem Grunting, die Instrumentalisten beherrschen ihr Werkzeug absolut überzeugend, und auch das Songwriting, in diesem Genre häufig eher unterrepräsentiert, ist vielschichtig, abwechslungsreich und vor allem von einem klar erkennbaren Flow durchzogen - eine Platte aus einem Guss. Die kraftvolle Produktion und das hervorragende Coverartwork runden das Werk ab. Das auf YouTube zu besichtigende Video des Songs „Licht“ (übrigens ein Liebeslied an Edgars charmante Liebste Chantal) zeigt, was in diesem Bereich mit ein wenig Fantasie machbar ist. Wer Chiffre jemals live gesehen hat, wird sich auf ihre ersten Auftritte auf größeren Bühnen und Festivals freuen. Genau da gehören sie hin.
Bert Fleißig

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2017.
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