CD-Rezension / Review / Kritik

Drucken
Body Count Bloodlust CD Cover

Body Count „Bloodlust“

(Century Media/Sony)
Wer erinnert sich nicht an 1992, als die Crossover-Urgesteine mit ihrem selbstbetitelten Debüt, noch mehr mit dem Track „Cop Killer“, für mächtig Diskussionen sowie Furore sorgten. Das ist mittlerweile 25 Jahre her - seitdem gab es etliche persönliche Tiefschläge als auch Misserfolge. Erst seit dem Album „Manslaughter“ ziehen die Mannen um Mastermind und Rapper Ice T. wieder am Erfolgsstrang. Nun erscheint das sechste Werk der Combo, das rabiat auf den Putz haut. Denn der Dreher rappelt mit einer Aggressivität, wie man sie schon lange nicht mehr von Body Count gehört hat. Das Ganze wunderbar verpackt mit einem Mix aus ruppigem Metal sowie Hardcore-Rap inklusive diesem unnachahmbaren Hip-Hop-Gangster-Flair. Grund für die grimmige Machart der Jungs sind ohne Frage die direkten politischen und sozialkritischen Texte. Ja, Body Count haben wieder was zu sagen, da hört man dann auch gerne zu. Dem zu Gute kommen die Gastbeiträge von Max Cavalera, Dave Mustaine und Randy Blythe. Gleich zur Eröffnung des Albums wird man mit dem wutschnaubenden Song „Civil War“ empfangen. Auch Tracks wie „All Love Is Lost“, „No Lives Matter“ oder das temporeiche „Walk With Me…“ zeigen, mit welcher Wucht die Leichenzähler hier zutreten. Wobei sich die Midtempo-Nummer „This Is Why We Ride“ da gut in die Tracklist einfügt. Jeder Song kommt natürlich mit viel Groove und Flow um die Ecke, die sich wiederum gelungen mit gesunder Härte verbinden. Das macht richtig Laune und wird Kopfknicker als auch Headbanger gleichermaßen begeistern. Wer die ersten beiden Album liebt, wird hier ganz sicher auch Feuer und Flamme sein für dieses knallharte, groovende sowie düstere Werk der Crossover-Legenden. Ein verdammtes Brett!
Erik Rössler

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2017.
Powered by Spearhead Software Labs Joomla Facebook Like Button
Saturday the 18th.
2017 Sonic Seducer Magazin

©