CD-Rezension / Review / Kritik

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The Crüxshadows Astromythology CD Cover

The Crüxshadows „Astromythology“

(Interstar)
Synth-Rock goes Stadion-Pop? Fünf Jahre nach Veröffentlichung von „As The Dark Against My Halo“ kehren die Crüxshadows mit einem neuen Longplayer zurück. Erdacht wie immer von Frontmann Rogue in seiner Heimat Florida, aber produziert in Deutschland unter der Regie von Henning Verlage (u.a. Unheilig) bringt „Astromythology“ einige Bewegung in die Klangwelt der US-Truppe. Geblieben sind die immer wiederkehrenden rhythmischen Strukturen und die eingängigen Refrains, die man schon seit Jahren von den Shadows-Alben kennt. So könnte die Vorabsingle „Helios“ problemlos auch vor zehn Jahren von Rogue geschrieben worden sein. Neu ist jedoch die butterweiche, mit reichlich Ergriffenheit ausgestattete Atmosphäre, die an einigen Stellen frappierend die Handschrift Verlages trägt. Zu den bekannten griffigen Arrangements und einfachen Synthies treten in den neuen Liedern süße Melodien und ein Übermaß an Breitwandemotionen hinzu. Selbst tanzbare Stücke wie „Infinity“ bleiben schablonenhaft und harmlos. Innerhalb des Gesangs verschwanden einige Ecken und Kanten, was dem Gesamtergebnis allerdings gut zu Gesicht steht. Ob die Fans mit dieser glatteren Version ihrer Lieblinge glücklich werden?
Peter Heymann

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 09/2017.
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