CD-Rezension / Review / Kritik

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circuito cerrade arrhythmia

Circuito Cerrado
„Arrhytmia“
(Alfa Matrix)
An Arrhythmie, also Rhythmusstörung, scheint der in Mexiko Stadt lebende Markko Barrientos nicht zu leiden: Der Zweitling seines C-Lekktor-Seitenprojektes wartet mit 17 gut produzierten Tracks für die Tanzflächen der Electro-Clubs auf. Mit stampfendem Bass wummert sich „8 Bit Bitch“, das bereits als EP erschienen ist, in den Kopf und bringt mit seinen in der zweiten Hälfte aufkommenden C64-Melodien nicht nur Videospiele, sondern auch Eisenfunks sechs Jahre alten Floorfiller „Pong“ ins Gedächtnis. Perfekt für Aggressionsabbau geeignet sind Songs wie „Blastyle“, „T.N.T. (Total Noise Experience)“ und das an Markkos musikalisches Vorbild Noisuf-X erinnernde „Let The Bass Fuck You Up“. Langeweile kommt beim Nachfolgealbum von „Distortment“ (2014) genauso wenig auf wie der Wunsch nach einer kurzen Tanzpause. Selbige wird dann aber via „Sweet Nightmares“, einem etwas BPM-geminderten Track, der durch Sequenzen aus dem Noise-Genre überrascht, und dem Outro „Prescription“ gewährt. Circuito Cerrado heizt mit mexikanischer Aggressivität, Anleihen bei Genregrößen wie Grendel und Noisuf-X und gewohnter Aufs-Maul-Attitüde diesen Frühsommer kräftig ein.
Josie Leopold

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 07/2016.
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2016 Sonic Seducer Magazin

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