CD-Rezension / Review / Kritik

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alternative 4 the obscurants

Alternative 4
„The Obscurants”
(Prophecy Productions/Soulfood)
Es gibt einige musikalische Markenzeichen, an denen sich Kompositionen von Duncan Patterson direkt erkennen lassen, egal ob es sich um einen Song bei Anathema handelt oder um Antimatter, Íon und Alternative 4: man findet schwere, lang nachhallende Klaviermelodien aus wenigen Tönen, die ohne viel Lärm eine doomige Stimmung erzeugen. Man findet Songs, die behutsam und bewusst langsam aufgebaut werden, damit der Hörer kein Detail verpasst, und die deswegen problemlos sieben oder elf Minuten lang werden können. Und man findet auch auf dem zweiten Album der Band bittersüße Gesangsmelodien, die vom neuen Sänger Simon Flatley mit einer Verletzlichkeit dargeboten werden, die die rockigen Passagen des Albums Lügen straft. „The Obscurants” ist ein Rock-Album, aber ein ungewöhnliches: die Heaviness kommt nicht aus lauten Gitarren, kräftigem Gesang und schnellen Drums, sie kommt gleichermaßen aus den ruhigen bewusst langen Passagen, den Sounds und Arrangements und der angesprochenen Zerbrechlichkeit. handle with care könnte als Sticker auf der CD oder Schallplatte kleben, denn ein einfaches Hörerlebnis ist „The Obscurants” nicht. Aber ein lohnenswertes.
Masi Kriegs

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 10/2014.


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