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then comes silence blood

Then Comes Silence „Blood“

(Nuclear Blast/Warner)
Ist Gothic Rock in klassischer Besetzung mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang etwas Altmodisches? Wenn man Then Comes Silence hört, dann weiß man: Solange die Energie stimmt, sollte man diesen Sound auf keinen Fall dem Gestern zuordnen. Das Stockholmer Quartett kombiniert etwa auf „The Dead Cry For No One“ eine Led-Zeppelin-Gitarre mit einem Killing-Joke-Gefühl und liefert so gleich einen perfekten Einstand für das vierte Album „Blood“. Sie bringen zu Beginn mit voll aufgedrehten Verstärkern ein elektrisierendes Brett von fünf Songs, darunter das extrem dancefloor-hitverdächtige „Strange Kicks“. Erst mit „Choose Your Poison“, dem sechsten Song, holen sie mal kurz Luft bei einem psychedelischen Akustiksong, der ebenso faszinierend wie hypnotisierend wirkt. Aber dann geht es direkt mit ungestümer Spiellust weiter. Und erst beim schwer lastenden „Mercury“ finden sie wieder etwas Ruhe. Then Comes Silence singen vom Reiz des Verbotenen, dem Verlust von geliebten Menschen und dem Lebens elixier in unseren Adern, zu hören in „Warm Like Blood“, einem der Kernstücke des Albums, das nicht zufällig auch für den Titel verantwortlich ist. Die Songs, die das schwedische Quartett hier versammelt, sind vierzehn ungeschliffene Diamanten voll düsterer Schönheit.
Georg Howahl


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