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sitd trauma ritual

[:SITD:] „Trauma:Ritual“

(Scanner/Soulfood)
Ein starkes Stück, das [:SITD:] mit „Trauma:Ritual“ vorlegen, vielleicht sogar eins ihrer besten – und vor allem facettenreichsten – Alben bisher. Schon mit dem Opener „Pulsschlag“ gibt es erstens ein richtig geiles Stück und zweitens das erste Duett, dass die Band aufgenommen hat, in diesem Falle mit Dennis Schober von Solitary Experiments. Die Stimmen harmonieren bestens und bringen die Message des Songs 1A rüber. Weiter geht es mit dem auch für [:SITD:]-Verhältnisse recht harsch-elektronisch ausgefallenen „Cicatrix“, das schon fast in Richtung Suicide Commando schielt; dann folgen klassisch-solide [:SITD:]-Nummern wie „Genesis“ oder „Brother Death“ und „Mundlos“, die letzteren beiden wurden schon im Vorfeld auf der „Brother Death“-EP veröffentlicht. Experimentierfreudiger gingen Carsten, Tom und Frank beispielsweise bei dem an Gesaffelstein erinnernden „Post-Factual“ zu Werke oder beim letzten Song „Zenit“, der zwar schon im bandtypischen Style daherkommt, dem aber zusätzlich ein angesagtes Techno-Gewand übergestülpt wurde. Mit „Companion“ singt Tom dieses Mal – leider – nur ein Stück, dafür aber ein besonders schönes. Zeitgemäß und modern, aber doch treu zu den eigenen Wurzeln stehend: Mit „Trauma:Ritual“ hat das Dreiergespann wieder einmal souverän eine richtig gute Platte vorgelegt.
Catrin Nordwig

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