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vitalic voyager

Vitalic „Voyager“

(Caroline International/Universal)
Bei keinem Künstler macht das Hinhören so viel Spaß wie bei Vitalic, denn schon das Debüt „Ok Cowboy“ aus dem Jahre 2005 ließ erahnen, dass man nicht in Schubladen dachte und musizierte, sondern etwas ganz Eigenes kreiert hatte, das Einfluss auf viele andere Acts des French Touch nehmen würde. Ich selbst habe seinerzeit „My Friend Dario“ im Club hoch und runter gespielt. So erfüllt es mich mit großer Freude, dass das vierte Album aus dem Hause Vitalic für mich in punkto Frische und Kreativität ähnliche Glücksgefühle auslöst wie das Debüt. Zugegeben, das Album ist deutlich cluborientierter ausgelegt als die früheren Werke, aber die Coolness des Fuzzy Disco-Sounds ist unverwechselbar! Während man mit dem Opener „El Viage“ einen Sound im Stile der Zeichentrickserie „Mouse On Mars“ zelebriert, schwebt man beim Disko-Pop-Ohrwurm „Waiting For The Stars“ bereits durchs Universum und blickt aus der Distanz auf das Geschehen auf der Erde. Mit „Levitation“ knarzt sich der Sound mit sirenenhaften Rufen ins Gehör und wirkt wie eine tickende Bombe, die einen Countdown einläutet. Aus „Hans Is Driving“ säuselt sich die Stimme von Miss Kittin herrlich verschlafen ins Ohr. „Lightspeed“ ist wiederrum eine echte funky Club-Hymne, die mit coolen Electroclash-Sounds direkt in die Beine geht. Als ein Highlight kann man definitiv „Nozomi“ herausheben, da die nachdenklich stimmenden Pianoklänge tief unter die Haut gehen. „Sweet Cigarette“ groovt zum Ende hin nochmal gewaltig, während man sich mit „Don’t Leave Me Now“ an eine gekonnt zerbrechlich inszenierte Ambient-Version des Supertramp-Smashers wagt. Für mich ist „Voyager“ schon jetzt eins der absoluten Must-Have Alben dieses Jahres und wird eine ganze Weile auf Dauerrotation laufen!
Medusa

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