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diary of dreams re live

Diary Of Dreams „reLive”

(Accession Records/Indigo)
Elf Jahre nach Veröffentlichung ihres Konzertmitschnittswerks „Alive” hielten es die Musiker für angebracht, heuer ein weiteres Livealbum herauszubringen. Ihre „Grau im Licht“-Tournee vor nicht allzu langer Zeit bot für dieses Unterfangen willkommenen Anlass. Drei Konzerte wurden mitgeschnitten, das Resultat liegt nun als Doppel-CD mit liebevoll gestaltetem Booklet vor. Unter den über zwanzig Songs finden sich sieben des letzten Albums „Grau im Licht“, darüber hinaus Tracks aus verschiedenen Schaffensperioden. Der Livereigen wird durch das Intro „Schwarz“ eingeleitet, welches auf dem schon genannten letzten Album das Outro bildete: eine irgendwie charmant-raffinierte Idee. Es gibt natürlich ein Wiederhören mit einigen obligatorischen Klassikern wie „Butterfly: Dance“ oder „Gitftraum“, daneben Stücke, die sich nicht so oft im Liveset befinden. Während des Durchhörens dürfte deutlich werden, dass die Band ihre einzigartige, leidenschaftliche Klangsprache mit Souveränität und immerzu gesteigerter Versiertheit darzubieten vermag, ohne dass die Kanten und Ecken einer Livedarbietung glatt poliert worden wären. Es wird eine stark austarierte Dynamik präsentiert, die den Stücken wie auch dem Gesamtset immer wieder Ruhe gönnt und die Zeit, sich spannungsvoll zu entwickeln: Reduktions- und Instrumentalparts vermögen ihre Wirkung zu entfalten, das Kraftfeld zwischen ruhigen, berührenden, balladesken Passagen und dunkler, wühlender, indes moderater Aggression funktioniert einwandfrei. Diese Veröffentlichung ist ein weiterer Beleg für die Ausnahmestellung der Band.
Kym Gnuch


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