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letzte instanz liebe im krieg

Letzte Instanz

„Liebe im Krieg“
(AFM Records/Soulfood)
Die zwölfte Platte des Sextetts um Sänger Holly Loose umfasst zwölf Tracks, die schwermütigen Tiefgang bieten, aber auch inspirierende Lebensfreude. Insgesamt ist der Dreher besonders im Vergleich zum Vorgänger „Im Auge des Sturms“ um einiges rockiger, emotionaler und gereifter. Davon ab ist es unüberhörbar die am besten produzierte Platte ihrer bisherigen Discographie. Für den Feinschliff zeigt sich Produzent Markus Schlichtherle verantwortlich, der bereits erfolgreich mit Bands wie Juli, Polarkreis 18 oder Callejon arbeitete. Das tat dem Sound wahrlich gut, denn er ist nicht nur kerniger geworden, sondern auch dynamischer. Die Songs vereinen einiges an Emotionen, die von Trauer über Freude und Mut reichen. Sie erzählen von Gemeinschaft, Verzweiflung, Freundschaft, vom Tod oder Aufbruch. Es ist ein Album zum Nachdenken mit Refrains, die sich im Ohr einnisten. Bei all der Tiefe rockt die Platte und der Kopf nickt zu den ausgereiften Melodien. Wer also ein ruhiges Album erwartet, ist schief gewickelt. Und das nicht erst, wenn die neue radiotaugliche Instanz-Hymne „Wir sind eins“ ertönt. Richtig stark sind auch druckvolle Tracks wie „Tränen aus Stein“ oder „Blutmond“, während „Reise“ oder „Weite Welt“ zu einer emotional ergreifenden Erfahrung werden. Auf „Liebe im Krieg“ gibt es wirklich keine Lückenfüller, wenn in Instanz-typischer Weise mit rassigen Riffs, Cello und Geige musiziert wird. Nimmt man alles zusammen, haben sich die Letzte Instanz auf ein neues Qualitätslevel gehoben und mit das beste Album der Bandgeschichte hervorgebracht!
Erik Rössler
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