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monolith domination

Monolith „Domination“

(Hands)
Die Vermischung von Techno und Industrial ist zwar nicht neu, erhält dieser Tage aber deutlich Auftrieb und ist in den einschlägigen Clubs extrem en vogue. Neue(re) Acts dieses Stils schießen aus dem Boden, richtig geile sogar wie Ancient Methods oder Blush Response – doch dann kommt Altmeister Eric van Wonterghem, der mit „Domination“ ein monströses Techno-Industrial-Brett aus dem Ärmel schüttelt, frei nach dem Motto „Guck mal, ich kann das auch!“. Mit seinem neunten Monolith-Studioalbum zeigt der belgische Pionier einmal mehr, dass er noch immer das Maß der Dinge ist: Der vorab ins Netz gestellte Track „Bridges“ ist ein hypnotisierendes, ultrafinsteres Biest, das ein bisschen altes Monolith-Rhyhthm’n’Noise-Flair durchscheinen lässt, dabei aber auch so dermaßen state of the art ist, dass er im Handumdrehen jeden Club in Schutt und Asche legen wird. Urtypisch Monolith-Style ist hingegen das noisige „Religion Of Peace“, aber auch Tracks wie „Domination“, „Nerve Net“ oder das angetribalte „The Bell Witch“ stehen in der Tradition von Erics Soloprojekt – vor allem letztere stampfen im Berlin Clubstyle anno 2016 daher, so dass einem bei angemessener Lautstärke Hören und Sehen vergehen wird. Zu Atem kommen lässt ein Track wie „Countdown“, der komplett ohne Rhythmus auskommt und an The Klinik erinnert, oder die ruhigeren Ethno-Tribal-Nummern „Dust Of India“ und „Baigari“. Wer auf hochmodernen, experimentellen Dark Techno steht, sollte sich diese Platte definitiv nicht entgehen lassen!
Catrin Nordwig


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