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de vision 13

De/Vision „13“

(Popgefahr Records/Soulfood)
„Popgefahr“ verkündeten De/Vision 2010 und trieben die Zusammenarbeit mit dem Produzentenduo Schumann & Bach auf den kreativen Höhepunkt. Dass der Zenit überschritten war, zeigte zwei Jahre später der Nachfolger „Rockets & Swords“. Was darauf zu hören gewesen ist, kannte man von De/Vision schon. Es war Stillstand auf

hohem Niveau. Höchste Zeit, wieder kreative Unruhe in die Synth-Pop-Bude zu bekommen. So sind Schumann & Bach Geschichte, die Amerikaner Ken Porter und Stan Cotey haben ihren Platz eingenommen. Die Songs von „13“ klingen zwar immer noch eindeutig nach De/Vision, doch im Sound hat sich was getan. Wo in den letzten Jahren digitale Elektronik regierte, gibt es ab sofort wieder Platz für Analoges: Modulare Synthesizer ebenso wie die schmerzlich vermissten Gitarren, die hin und wieder auftauchen. Letztere machen sich vor allem bei „Star Child“ extrem gut. Es steht exemplarisch für den frischen Wind im Sound, der viel mehr Wärme transportiert. Auf „13“ setzen De/Vision zudem nicht auf flotte Clubnummern, sondern bringen überwiegend in Midtempo-Songs ernsthaftere Themen auf den Tisch. So mag „13“ vielleicht kein Album sein, das unmittelbar kickt oder zum Mitsingen animiert. Aber es gibt darauf einiges zu entdecken, wenn man sich die Zeit nimmt. Gut, dass De/Vision die Sackgasse verlassen haben und wieder auf Kurs sind.
Torsten Schäfer
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2016-06-sonic-seducer-lord-of-the-lost-titelstoryEine exklusive Sonic Seducer Version des neuen De/Vision-Songs „Starchild“ ist auf der kostenlosen CD-Beilage der aktuellen Juni-Ausgabe von Sonic Seducer zu hören, die im Handel und direkt im Shop erworben werden kann. Mit ausführlichem Interview!








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