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filter crazy eyes

Filter „Crazy Eyes“

(Spinefarm/Caroline)
Bereits zu den beiden letzten Alben „The Trouble With Angels“ (2010) und „The Sun Comes Out Tonight (2013) lautete der mediale Tenor, Filter würden sich langsam aber sicher wieder ihrem Kernelement, dem Industrial Rock, zuwenden, dem sie 2008 mit dem sehr U2-esken „Anthems For The Damned“ die kalte Schulter zeigten. 2016 muss die Schlagzeile lauten: Filter klingen plötzlich wieder wirklich wie die alten Filter der Anfangstage. Und das hat einen Grund: Wie auch das Debüt „Short Bus“ produzierte Frontmann Richard Patrick Album Nummer sieben hauptsächlich in Eigenregie. Um dies tun zu können, bat er seine Fanbase via PledgeMusic um Unterstützung. Sie half der US-Band nicht nur finanziell, sondern auch mit ihrem Feedback während des kreativen Prozesses. Online kristallisierte sich klar heraus: Der Plebs will die irren Schreie von Richard zurück, nicht den „Take A Picture“-Sänger. Bereits beim Opener „Mother E“ – mit Sicherheit das Highlight der Platte - bekommt der Plebs, wonach er durstete. Auch in der Folge ist klar zu hören, dass Filter wieder digitaler in ihren Rock-Elementen klingen: Synthetische Rhythmen zwischendurch, breiteres Sounddesign, wenig vorhersehbarere Songelemente. Kurz: Filter sind zurück. Diesmal wirklich!
François Duchateau


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