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die krupps v metal machine music

Die Krupps

„V - Metal Machine Music“
(Synthetic Symphony/SPV)
Sie kommt in deine Welt. Sie drängt, röhrt und knallt. Sie explodiert. Und kennt kein Erbarmen. Wer jedoch auf menschelnde Weicheierei pfeift und sich eines drahtig komprimierten Nervenkostüms erfreut, der wird sie willkommen heißen, diese Schimäre von Album, die Elektrometall postmodern definiert - und dabei jeglichen Zweifeln an ihrer zeitgemäß zeitlosen Belastbarkeit mit rostfrei glänzenden Präzisionsschnitten in die Parade fährt. Allein das mit seinem stromlinienförmigen Schmiss an „Fatherland“ erinnernde „Alive In A Glasscage“ driftet von der mit Brutalität, Brisanz und Brunft gepflasterten Höllenpiste ab, die sämtliche Ganglien plakativ-subversiv ins Stahlgewitter autoaggressiver Triebhaftigkeit führt. Spielregeln? Erkennt der „Battle Extreme“ nicht an. Verschnaufpausen? Wo „Kaos Reigns“ sind die nicht vorgesehen. Und doch kann - bei aller laut gemalten Endzeitstimmung und Konfliktmetaphorik - die Leistung der Krupps nicht sachlich genug betont werden: Allein aus den eigenen Kontingenten schöpfend eine derart konzis überwältigende Produktion gestemmt zu haben, die aus drastischer Reizüberflutung alltagstaugliche Einsichten zu destillieren vermag - das nötigt größten Respekt ab. Und macht viehisch Laune. Dank eines alternativen Masterings (Alexander Dietz, Heaven Shall Burn) sowie der Remixe und Demos auf CD 2 gleich doppelt und dreifach. Komm rein, du Sau!
Stephan Wolf

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