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in strict confidence lifelines vol3

In Strict Confidence
„Lifelines Vol. 3“
(Minuswelt/Soulfood)
Mit dieser liebevoll gestalteten CD machen die Musiker ihren Fans ein spätes Weihnachtsgeschenk; der Untertitel macht deutlich, worum es geht: „The Extended Versions 2006 – 2010“. Es handelt sich um eine Sammlung der Eckpfeiler des Bandschaffens aus den Alben „Exile Paradise“ (2006) und „La Parade Monstrueuse“ (2010). Und so gibt es ein Wiederhören mit den detailreich arrangierten, längeren Versionen solcher Songs wie „My Despair“, „Promised Land“ und weiterer Bandperlen wie „Set Me Free“, „Silver Bullets“ oder „Rain“. Insgesamt werden zehn Tracks präsentiert, die nicht selten eine Länge von über sieben Minuten erreichen: immerhin Zeit genug, die jeweiligen Stücke durch elanvoll miteinander verquickte Parts und Arrangementveränderungen reisen zu lassen, deren Dynamik und Dramatik in dieser speziellen Sammlung noch einmal deutlich zum Tragen kommen. Und ein weiteres Mal wird deutlich, welchen interessanten Schritt die Band zwischen „Exile Paradise“ und dem epochalen „La Parade Monstrueuse“ getan hat: Die 2010er Songs tragen eine organischere, dichtere, voluminösere Handschrift, in der die Gitarren breiteren Raum finden, während die vier Jahre zuvor produzierten Titel eher die Scharfkantigkeit konturierter Elektronik transportieren. Ein Paradebeispiel für die Dokumentation eines Bandwerdegangs, der dadurch bestimmt wurde, dass man sich in einer bestimmten Entwicklungsphase einfach mal ein paar Jahre Zeit nahm, um am Klangerscheinungsbild zu schleifen.
Kym Gnuch


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