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2014 qntal vii

Qntal
„VII“
(Drakkar/Soulfood)
Es gibt Künstler, da wünscht man sich, dass sie endlich einmal ihre angestammten Bahnen verlassen und ein musikalisches Risiko eingehen. Und dann gibt es Acts wie Qntal, bei denen ist jedes Album ein kleines Abenteuer. Dank der Unterstützung von Leon Rodt als neuer Elektronikfachmann erfuhren die Kompositionen auf dem siebten Werk des ungewöhnlichen Projektes so manche überraschende Wendung. Parallel zur Energie der wuchtigen Beats erleben die Songs eine Art pop-musikalische Überarbeitung, so dass einige Passagen deutlich weicher und verträumter ausfallen. Diese klangliche Veränderung mag aber auch ein Stück weit damit zusammenhängen, dass für die Texte verstärkt Quellen aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert, beispielsweise von Lord Byron oder William Blake, verwendet wurden, deren romantische Ausrichtung sich perfekt in den melancholischen sanften Klängen widerspiegelt. Eine echte textliche Überraschung ist „Schnee“, dessen Worte von Fantasy-Autor Markus Heitz stammen. Der Expertise und Virtuosität von Michael Popp und Sigrid Hausen ist es letztlich geschuldet, dass all die kleinen Veränderungen sich optimal ins Gesamtbild einfügen und „VII“ zu einem weiteren Meilenstein der historisch inspirierten Musik machen.
Peter Heymann


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