CD-Rezension / Review / Kritik

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Zeromancer
„Something For The Pain – Best Of“
(Trisol/Soulfood)
Am Ende des Jahres, in dem Zeromancer sich mit dem vergleichsweise melodischen Album „Bye-Bye Borderline“ zurückmeldeten, erscheint mit „Something For The Pain“ eine Best Of, die über das übliche Maß hinaus geht. Mit 20 Songs auf zwei CDs blicken die Norweger in chronologischer Folge auf ihre 13 Jahre andauernde Bandgeschichte, die zwei wesentliche Phasen umfasst. CD eins deckt den Zeitraum 2000 bis 2003 ab und versammelt Singles und live bewährte Hits ihrer drei Major-Releases „Clone Your Lover“, „Eurotrash“ und „Zzyzx“, die seit ein paar Jahren nur noch digital erhältlich sind und hierfür remastert wurden. Der zweite Silberling ist dem nach längerer Schaffenspause 2009 eingeläuteten Neustart als Indie-Band gewidmet, der mit „Sinners International“ und „The Death Of Romance“ zunächst zwei deutlich düsterere, härtere Alben hervorgebracht hat, bevor „Bye-Bye Borderline“ wieder in ruhigere Gefilde zurückruderte. Garniert wird die auf roten Faden setzende Kompilation mit dem eigens hierfür entstandenen, fast schon synthiepoppigen und sehr tanzbaren Song „The Underground“, der den Rückblick mit einem Ausblick auf die Zukunft abrundet. Damit und mit seinem hohen Anteil an vergriffenen Songs ist „Something For The Pain“ eine der nicht ganz so sinnlosen Best Ofs. Wer bereits alle Alben im Schrank stehen hat, ist wie üblich gelackmeiert und sollte überlegen, ob es nicht auch das einzelne MP3 tut.
Peter Vignold

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 11/2013.

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