CD-Rezension / Review / Kritik

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Anna von Hausswolff Dead Magic CD Cover

Anna von Hausswolff „Dead Magic“

(City Slang/Universal)
Sie ist eine Schwarzmagierin, deren Musik uns verlässlich in eine andere Welt führt: Anna von Hausswolff kann man eigentlich nicht beschreiben, man muss sie spüren. Was die zierliche Schwedin auf ihrem dritten Album „Dead Magic“ entfesselt, ist nichts anderes als eine Reise in eine fremde Unterwelt, ein tragisches Epos zwischen Orgeldröhnen, doomiger Schwere, apokalyptischer Melodik und selbstvergessenem Gesang, der wie aus dem Jenseits zu uns herüberweht. Nicht mehr ganz so sehr auf dem „Kate Bush im Horrorland“-Trip wie noch zuvor, dafür mittlerweile beängstigend intensiv, abgründig und voller dunklem Zauber – von Hausswolff baut weiterhin fleißig an ihrem Ruf als einzigartige Künstlerin, die so klingt wie niemand anders auf dieser Welt. Das liegt auch daran, dass sie nicht mehr nur auf ihre geliebte Orgel als wuchtigen Stimmungsmacher baut, sondern ein Netz aus finsterer Soundästhetik spannt, das in Sachen unheilvoller Wirkung jede Metal-Band an die Wand spielt.
Björn Springorum

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 03/2018.
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