CD-Rezension / Review / Kritik

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Schwarzer Engel Kult der Krähe CD Cover

Schwarzer Engel „Kult der Krähe“

(Massacre Records/Soulfood)
Ein sanfter Pianolauf im Regen, der plötzlich von einem Gewitter aus harten Gitarrenriffs und filigranen Geigen durchbrochen wird: Derart eindrucksvoll beginnt „Gott ist im Regen“, der wohl cineastischste Song auf „Kult der Krähe“. Mit dem neuen Album beweist Schwarzer Engel, dass „Sinnflut“ nicht nur der Titel der vorausgegangenen EP war, sondern gleichermaßen auch ein Versprechen. „Kult der Krähe“ präsentiert sich mit einer eng verwobenen Melange aus eleganter Symphonie („Requiem“) und brachialen Reißern („Unheil“) auf vielerlei Art und Weise sinnlich. Ähnlich vielseitig zeigt sich Sänger Dave Jason. Dessen dunkle, charismatische Stimme bildet weiterhin das Zentrum der Musik der Dark Metal-Band aus Stuttgart: Mal inszeniert er sich als unnahbarer Rächer, mal als Geschichtenerzähler und in der beinahe poppigen Ballade „Ein kurzer Augenblick“ zeigt der Frontmann sich beinahe ungewohnt nahbar und verletzlich. Vereint vom Grundmotiv des Wassers in verschiedensten Interpretationen, steht jeder der elf Titel gleichzeitig eigenständig für sich. Da darf man den kleinen Details genauso Respekt zollen wie dem großen Ganzen.
Leoni Dowidat

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 03/2018.
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