CD-Rezension / Review / Kritik

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Amanda Palmer Edward Ka Spel I Can Spin A Rainbow CD Cover

Amanda Palmer & Edward Ka-Spel „I Can Spin A Rainbow“

(Cooking Vinyl/Sony)
Biographisch mag Amanda Palmer und Edward Ka-Spel eine Generation trennen, auf „I Can Spin A Rainbow“ zeigen das Dresden Doll und der Legendary-Pink-Dots-Gründer jedoch, dass musikalische Wellenlänge keine Altersfrage ist - im Gegenteil. Als „perfekte Ehe“ bezeichnete Ka-Spel die Harmonie im Studio zwischen der Piano-Punk-Cabaret-Künstlerin und dem Szenetausendsassa, die ein spannendes, aber auch forderndes Album hervorbrachte, auf dem sich die Charakteristika beider Protagonisten die weitestgehend die Waage halten. Ka-Spels sphärische Sounds, sein typisch nachdenklicher Gesang, mutige Kompositionen, kalte Synths, aber Songs, die beim Hören nicht kalt lassen, fügen sich harmonisch in Palmers typische Elemente ein: die Klavierakkorde in Wechselspannung, das Sprechen, der Gesang, der Spagat zwischen Weill’schem Anecken und gefühlvoller, dunkler, Poesie. Kurz: Eine Symbiose von Stärken zweier starker Künstler, die in Zukunft weitere geistreiche Streiche versprechen.
François Duchateau

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2017.
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