CD-Rezension / Review / Kritik

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Nanook Of The North Nanook Of The North CD Cover

Nanook Of The North „Nanook Of The North“

(Denovali/Cargo)
Verschmerzbarer Etikettenschwindel: Nanook Of The North stammen nicht aus dem Norden, sondern aus dem Osten, genauer gesagt aus Polen. Dort haben sich Stefan Wesolowski und Piotr Kalinski einen Namen als Musiker gemacht im Bereich der zeitgenössischen Hochkultur mit der Zusammenarbeit mit Michael Jacaszek und im Untergrund mit Hatti Vatti. Für ihr gemeinsames Projekt Nanook Of The North – benannt nach dem Robert K. Flaherty Stummfilmklassiker - haben die beiden den steten Wechsel zwischen elektronischen und akustischen Instrumenten als Methode auserkoren und vertonen auf diesem Weg den namensgebenden Film neu. Es entstehen Tracks mit warmen Synthpads und melancholischen Akustikpassagen. Dezent verrauscht, subtil lo-fi-isiert, aber auch streckenweise von IDM-naher Rhythmik konterkariert. Einem beinahe hundert Jahre alten Film mehr als angemessen zeitlos.
Sascha Bertoncin

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2018.
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Friday the 14th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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