CD-Rezension / Review / Kritik

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ministry of wolves music from republik der woelfe


Ministry Of Wolves
„Music From Republik der Wölfe“
(Mute/Goodtogo)
Es gibt Filme und Theateraufführungen, deren musikalische Begleitung fast eine Hauptrolle einnimmt. Und im Falle von „Republik der Wölfe“, das bis zum 11. Mai im Theater Dortmund aufgeführt wird, darf man das getrost behaupten. Denn die Band, die sich zum Ministry Of Wolves verbündet hat, kann sich hören lassen: Alex Hacke (Einstürzende Neubauten), Danielle de Picciotto (Crime & The City Solution), Mick Harvey (Nick Cave & The Bad Seeds) und Paul Wallfisch (Botanica). Das Stück „Republik der Wölfe“ liefert eine zeitgemäße Interpretation der Grimmschen Märchen auf der Grundlage von Anne Sextons Buch „Transformations“ (dt. „Verwandlungen“). Der Soundtrack dazu ist dicht, düster, drohend. Er ist eindringlich, manchmal verstörend und manchmal verträumt. Eben so wie die Märchen, die ihm zugrunde liegen. „Rumpelstilzkin“ wurde etwa zu einem Blick ins zerrissene Innere eines bösartigen Kobolds, wohingegen „Cinderella“ als schwermütiger langsamer Walzer beginnt und sich zwischenzeitlich irrsinnig beschleunigt. Zwölf schaurig schöne Geschichten mit Danielle de Picciotto als Erzählerin. Ein wahrer Traum von einem Soundtrack.
Georg Howahl

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 03/2014.


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