CD-Rezension / Review / Kritik

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JUD Generation Vulture CD Cover

JUD „Generation Vulture“

(Supermusic/Alive)
Mit „Generation Vulture” kommen zunächst die Liebhaber extremer Verzerrung auf ihre Kosten: im Opener „Blind Society“ ist alles verzerrt – Gitarre, Bass, Schlagzeug, Gesang. Das klingt etwas schwer verdaulich, aber es passt gut zum Thema des Albums. Genau wie „Blind Society“ sind „How The West Was Lost“, „Humanity, The Lie” und eben „Blind Society” kurze Reden zur Lage der Nation, beziehungsweise – David Judson Clemmons ist US-Amerikaner, der in Berlin lebt – zur Gesellschaft an sich. Und um die steht es JUD zufolge nicht gut – „Find Us, Heal Us“ ist ein fast achtminütiger musikalischer Hilferuf, der deutlich weniger aggressiv klingt als der Rest des Albums, fast schon resigniert. Nach dem etwas verspielteren, abwechslungsreicheren Vorgänger „Sufferboy“ ist „Generation Vulture“ mehr aus einem Guss und ein gutes Album, das einen passenden Soundtrack zum aktuellen Weltgeschehen liefert. Gute Laune bekommt man davon aber nicht.
Masi Kriegs

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 12/2016.
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Wednesday the 15th.
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