CD-Rezension / Review / Kritik

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Kedr Livanskiy Ariadna CD Cover

Kedr Livanskiy „Ariadna“
(2MR/a-Musik)
Yana Kedrina aka Kedr Livanskiy wohnt am Stadtrand von Moskau, wo sich Natur und Industrie begegnen. Dieser Kontrast im Alltagsleben spiegelt sich in ihrer Musik wieder. Ihr minimalistischer Synthpop strahlt Kühle und Distanziertheit aus. Weiße Räume, glatte Flächen und genug Hall auf der Stimme, um Kedr eher ab- als anwesend erscheinen zu lassen. Dem gegenüber stehen Melancholie und Verletzlichkeit – umgesetzt mit den Hardwareklassikern Juno 106 und SH-101 von Roland. Nicht zu Unrecht bezieht sich Yana gern auf russische Elektronik-Vorreiter wie Stuk Bambuka V XI Chasov. Auch wenn deren Output 1991 deutlich roher erschien, ist die musikalische Verwandtschaft unüberhörbar. „Ariadna“ bringt die damalige Stimmung auf ein aktuelles Niveau.
Sascha Bertoncin

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 09/2017.
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Sunday the 27th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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