CD-Rezension / Review / Kritik

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Hekate Totentanz CD Cover

Hekate „Totentanz“

(Prophecy Productions/Soulfood)
Historische Anklänge, flächige Ambient-Landschaften, von Akustikgitarren dominierte Folk-Songs, klassische Arrangements und dazu markante, militärisch anmutende Percussion. Sieht man sich die Bandbreite der Sounds auf „Totentanz“ an, so könnte man fast meinen, dass der Nachfolger zum vor sieben Jahren erschienenen „Die Welt der dunklen Gärten“ die Stilistiken gleich mehrerer Produktionen in sich trägt. Unter dem Motiv einer Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit vereint, lassen die Stücke mal hypnotisch („Am Meere“), dann aber wieder traditionell Folk-orientiert („Lost And Broken“) ganz unterschiedliche Fanherzen höherschlagen. Stimmlich von Axel Menz oder Susanne Grosche (z.B. das Titelstück „Totentanz“) dargeboten, kommt oftmals ein sehr morbider Charme zum Vorschein, der den apokalyptischen Touch der Songs unterstreicht. Mit „Mondnacht“ interpretieren Hekate Joseph von Eichendorffs gleichnamiges Naturgedicht und schaffen dabei ganz nebenbei eine Verbindung aus Military Drumming und deutscher Romantik-Atmosphäre, was ganz besondere Kontraste hervorruft. Zum Schluss noch ein Hinweis auf die exklusiv gestaltete Buchversion mit bislang unveröffentlichten Tuschezeichnungen aus der Reihe „Apokalyptische Landschaften“ von Hermann Wöhler, einem vom Magischen Realismus geprägten Maler, dessen Werk wirklich perfekt zu diesem Album passt.
Peter Heymann

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2018.
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