CD-Rezension / Review / Kritik

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The House Of Usher Roaring Silence CD Cover

The House Of Usher „Roaring Silence“

(Équinoxe Records/Nova MD)
Urgesteine, Felsen in der Brandung, Dinos - ich weiß gar nicht mehr, als was ich The House Of Usher in den letzten Jahrzehnten schon alles bezeichnet habe. Fakt ist, dass die Mannen um Bandgründer Jörg Kleudgen ununterbrochen seit 1990 ihre eigene Vision des traditionellen Gothic Rock immer weiterentwickeln. Der neue Longplayer „Roaring Silence“ macht hier keine Ausnahme. Epischer, atmosphärischer, weniger bodenständig, erdig und trocken, so klingen und wirken die Kompositionen, die sich glücklicherweise oftmals ausreichend Zeit zur totalen Entfaltung nehmen. Das Zusammenspiel von Gitarre und Bass erinnert ab und an die Genrenachbarn von der britischen All-Star-Band The Eden House, was nur als Kompliment zu verstehen ist. Ganz besonders hervorzuheben ist der Opener „Between Here And Hereafter“, in dem die Flangergitarren flirren, der Bass wunderbar sonor den Takt vorgibt, die Drums genau im richtigen Moment nach vorne preschen und Jörgs außergewöhnliche Stimme tragendes Element ist. Einziger Wermutstropfen ist die Produktion: Etwas mehr Druck in der Rhythmussektion und die Vocals prägnanter im Vordergrund hätten der Scheibe noch ein Quäntchen mehr Charme verliehen. Aber das ist tatsächlich auch schon Meckern auf recht hohem Niveau. Chapeau, meine Herren.
Thomas Thyssen

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2018.
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Tuesday the 18th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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