CD-Rezension / Review / Kritik

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Simon Goff HUE CD Cover

Simon Goff „HUE“

(Hiddenseer Music/a-Musik)
Nachdem Simon Goff den Pop-Hoffnungsträgern Hope & Social den Rücken gekehrt hatte und nach Berlin übersiedelte, nutzte er die neu gewonnenen Freiheiten, um die kreativen Möglichkeiten des Violine-Spielens weiter auszuloten. Besonderes Augenmerk legt er dabei auf die Einbindung weiterer Akteure in den Schaffensprozess. Für „HUE“ arbeitete Goff mit dem Visual Artist Sebastian Kite von der Royal British Society Of Sculptors und der Choreographin und Tänzerin Lisanne Goodhue (u.a. Tanzplattform 2012 und 2014) zusammen – wobei klar sein dürfte, dass der Tonträger nur einen Teil des Gesamtprojektes einfangen kann. Aber auch ohne die dazugehörigen Visuals und die Tanzperformance kann „HUE“ begeistern. Goff zeigt sich als höchst wandlungsfähiger Komponist und Performer, der unmerklich zwischen E- und U-Musik wechselt; der seiner Geige Drones und wunderschöne Melodien entlockt oder sie zum Rhythmusinstrument macht. Ein hörenswerter Sparziergang zwischen den Disziplinen.
Sascha Bertoncin

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 12/2016.
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