CD-Rezension / Review / Kritik

Drucken
Gatto Nero A Drum CD Cover

Gatto Nero „A_Drum“

(Hands Productions)
Das neue industrielle Tribal-Techno-Baby des Ah Cama-Sotz-Chefparanoikers und Bats-and-Cats-Fetischisten Herman Klapholz legt ein Album vor, das mit seinem vor musikalischer Akkuratesse strotzenden Livedebüt diesjährig auf dem aufsehenerregendem Maschinenfest die rhythmusaffine Crowd zu beflügeln wusste. Der unprätentiöse Straight-in-your-face-Techno aus Antwerpen vermag nicht nur zwanghafte Tänzer, sondern auch bereits ergraute Herrschaften (mit Verlaub, wie der Veteran der elektronischen Musik, Herr Klapholz selbst) ihren jugendlichen Geist hervorzulocken. Gatto Nero knüpft technophil an Hermans Schaffen an, das seit den Neunzigern anhält, speziell an seine mit Expertise ausgezeichneten Projekte  ¥p¥ und Pow[d]er Pussy. Der analoge Sound erzeugt eine angenehme Wärme, lässt den Subwoofer aber alles andere als beschäftigungslos und ist das Antidot für senile Bettflüchtlinge. Tribal-Beats bei „Dead End Core“, Minimalismus bei „Away“, Ohrwurm-Electro-Riffs („24 Hours“) oder heftige Basslines bei „Woofer“ euphorisieren nachhaltig und bereiten bübische Freude.
Daniel Malcher

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 12/2017.
Powered by Spearhead Software Labs Joomla Facebook Like Button
Wednesday the 19th.
2017 Sonic Seducer Magazin

©