CD-Rezension / Review / Kritik

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Golden Apes Malus CD Cover

Golden Apes „Malus“

(afmusic/Altone Distribution)
Es könnte sein, dass den von Nietzsche inspirierten Goth Rockern aus Berlin mit ihrem neuen achten Album „Malus“ ein kleines Meistwerk gelungen ist. Durch und durch stimmig, die Songs perfekt in Relation zueinander gestellt und aufeinander aufbauend, die musikalischen Zutaten wie gehabt, aber in nie gekannter Komplexität und Eingängigkeit, dazu Peers unverwechselbar düster-melancholische Stimme, die noch nie emotionaler und intensiver klang. Mit „Cedars Of Salt“ weist eine dunkel schleppende Einführung den Weg in das neue Album. Ab und zu gibt es bei den Gitarrenriffs leicht an The Cure erinnernde himmlisch melancholische Momente („Ignorance“, „Halving Moons“), die zum Träumen und Schwelgen in der Musik einladen. Ergänzt wird dies durch kraftvolle Trad Goth Rock-Stücke wie „Verity“, einem der bezauberndsten Songs des Albums, oder von dunkel-poppig-treibenden Wave-Songs („Sermon In The Vale“). Überhaupt: Nie haben sich Elegie und Energie besser abgelöst als beim aktuellen Album der Golden Apes, das mit dem Titelstück „Malus“ furios endet und atemlos zurücklässt. Das bisher beste Album der Golden Apes!
Karin Hoog

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2017.
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